Hannover 96 hat im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga einen Dämpfer hinnehmen müssen. Nach vier Siegen reichte es für die Niedersachsen gegen die abstiegsbedrohte SG Dynamo Dresden nur zu einem 0:0. Zudem verloren sie Abwehrchef Boris Tomiak in der 75. Minute mit einer schweren Verletzung. Nach ersten Informationen seines Trainers Christian Titz hat sich der Verteidiger die linke Schulter ausgekugelt. Trotz des Remis hat Titz' Team mit jetzt zwei Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz noch immer gute Chancen auf die Erstliga-Rückkehr. Die Gäste aus Sachsen sind als Tabellenvorletzter weiter in großer Gefahr. Ein Leistungsunterschied zwischen dem Aufstiegs- und dem Abstiegskandidaten war vor 40.300 Zuschauern lange nicht zu sehen. Die Dresdner standen bei Dauerregen in der Defensive sicher und setzten auch nach vorn immer wieder Akzente. Erst kurz vor der Pause drängte Hannover 96 verstärkt. Tormöglichkeiten gab es auf beiden Seiten kaum. In der zweiten Halbzeit erhöhten die Gastgeber den Druck. Vor allem Elias Saad sorgte in der Dynamo-Abwehr zunehmend für Unruhe. Doch die kämpferisch starken Dresdner wehrten sich tapfer über die gesamte Spielzeit. Glück hatten sie, dass es nach einem Trikotziehen von Alexander Rossipal gegen Hannovers Daisuke Yokota im Dynamo-Strafraum keinen Elfmeter gab. Hannovers beste Chance vergab Boris Tomiak, der am hervorragend reagierenden Dresdner Torwart Tim Schreiber scheiterte. Vier Minuten später verletzte sich der 96-Abwehrchef bei einem Zusammenprall mit seinem Keeper Nahuel Noll schwer und schrie vor Schmerzen. Die erste Kurzinfo war, dass die Schulter ausgekugelt ist, sagte Hannovers Trainer Titz im Sender Sky. Tomiak wurde zunächst auf dem Spielfeld minutenlang behandelt und mit einer Trage vom Platz gebracht. Die Mannschaftsärzte hätten seinen Arm wieder eingerenkt, meinte Titz. Die Verletzung von Tomiak ist ein großer Verlust für das Team von Christian Titz. Der Abwehrchef ist einer der wichtigsten Spieler von Hannover 96 und seine Abwesenheit wird das Team sicherlich spüren. Trotz des Remis gegen Dresden ist Hannover 96 noch immer auf Kurs für die Erstliga-Rückkehr. Das Team hat zwei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz und muss in den nächsten Spielen punkten, um die Chance auf den Aufstieg nicht zu verpassen. Die Niedersachsen haben noch einige schwierige Spiele vor sich, aber mit der richtigen Einstellung und der Unterstützung der Fans können sie den Aufstieg schaffen.