Hannover 96 hat seinen Platz in der Spitzengruppe der zweiten Fußball-Bundesliga gefestigt. Die Niedersachsen gewannen am Freitagabend mit 2:1 bei 1. FC Magdeburg. Für 96-Trainer Christian Titz war der Erfolg ein ganz besonderer: Er war im Sommer aus Magdeburg nach Hannover gekommen und will nun mit den Niedersachsen den Aufstieg in die Bundesliga schaffen. Nach dem zweiten Sieg in Folge sieht es wieder gut aus für die 'Roten'. Hannover zeigte die bessere Spielanlage, musste aber bei Magdeburgs Umschalt-Aktionen auf der Hut sein. Die erste dicke Chance hatte in der 21. Minute Daisuke Yokota, der nach einem Fehler von Magdeburgs Alexander Nollenberger unbedrängt in den Strafraum eindrang, seinen Schuss aber knapp am linken Pfosten vorbeisetzte. Das Tempo bestimmte aber 96, viel lief über Elias Saad auf der linken Seite. Am Führungstreffer war der ehemalige St.-Paulianer jedoch nicht beteiligt. Kolja Oudenne spielte Benjamin Källman frei, der uneigennützig auf Yokota querlegte. Dieses Mal behielt der Japaner die Nerven und sorgte mit seinem vierten Saisontor für das 1:0. Yokota Chancenverwertung war trotz seines Treffers deutlich ausbaufähig. Auch Källman vergab kurz nach Wiederbeginn eine gute Gelegenheit. Das schien sich zu rächen. Fünf Minuten später vertändelte Noël Aséko Nkili am eigenen Strafraum den Ball. Baris Atik nahm das Geschenk an und verwandelte zum glücklichen Ausgleich. Dieser hatte allerdings nur drei Minuten Bestand, weil Hannover sich nicht beeindrucken ließ und durch Enzo Leopold wieder in Führung ging. Er traf mit einem Flachschuss aus 15 Metern. 96 behielt anschließend die Kontrolle, versäumte es aber, seine Überlegenheit in den wohl entscheidenden dritten Treffer umzumünzen. So blieb Magdeburg im Spiel und erhöhte die Offensiv-Frequenz - beinahe mit Erfolg. Marcus Mathisen traf mit einem sehenswerten Distanzschuss die Latte. Rayan Ghrieb zwang Hannovers Schlussmann Nahuel Noll zu einer starken Parade. Wie so oft ging es nicht ohne zittern beim Titz-Team, das sich aber ins Ziel rettete und den Rückstand auf das zweitplatzierte Darmstadt 98 zumindest vorübergehend auf zwei Punkte verringerte.